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Kaiserschnitt – So unterstützt du deine Heilung in den ersten 6 Wochen

  • Flora Müller
  • Feb 27
  • 2 min read

Updated: Mar 30

Straße mit Riss, in der Mitte ein Pflaster drüber geklebt

Ein Kaiserschnitt ist eine große Bauchoperation. Auch wenn du dich vielleicht schnell wieder „funktionstüchtig“ fühlst – dein Körper braucht Zeit, um zu heilen. Die äußere Narbe ist nur ein kleiner Teil. Die tieferen Gewebeschichten regenerieren deutlich länger.

Hier erfährst du, was in den ersten sechs Wochen wirklich wichtig ist.



1. Wundheilung hat Priorität

In den ersten Wochen steht der Schutz deiner Narbe im Mittelpunkt.

Wichtig:

  • Narbe sauber und trocken halten

  • Beim Husten oder Niesen mit einem Kissen sanft gegenhalten

  • Keine Bauchübungen wie Crunches oder Sit-ups

  • Über die Seitenlage aufstehen (erst rollen, dann hochdrücken)

  • Extreme Rückbeugen oder starkes Hohlkreuz vermeiden

Leichte Aufrichtung ist gut – dauerhaftes Schon-Hohlkreuz oder ständiges Vorbeugen jedoch nicht.



2. Die ersten 14 Tage: Weniger ist mehr

Die wichtigste Regel lautet: So viel Ruhe wie möglich.

  • Schlafe und ruhe, wann immer es geht

  • Hebe nichts, was schwerer ist als dein Baby

  • Kurze Spaziergänge (1–10 Minuten) auf ebenem Boden

  • Sanfte Atemübungen zur Aktivierung von Bauch- und Beckenboden

Dein Körper heilt jetzt – nicht deine To-do-Liste.



3. Woche 3–6: Sanfte Steigerung

Wenn alles gut verheilt:

  • Spaziergänge langsam auf bis zu 20 Minuten steigern

  • Sanfte Mobilisation für Schultern, Arme und Beine

  • Weiterhin Atemübungen für die Core-Ansteuerung

  • Keine schweren Lasten (max. 12–15 kg bis Woche 6)

Eine Beckenboden-Physiotherapie kann sehr sinnvoll sein – auch nach Kaiserschnitt.



4. Ernährung unterstützt Heilung

Dein Körper repariert Gewebe – dafür braucht er Baustoffe:

  • Eiweiß zu jeder Mahlzeit

  • Viel Flüssigkeit

  • Entzündungshemmende Lebensmittel (Beeren, grünes Gemüse, Nüsse, Omega-3-Fettsäuren)


5. Rückkehr zum Sport

In der Regel erfolgt die ärztliche Freigabe nach etwa 6 Wochen (individuell unterschiedlich).

Der Wiedereinstieg sollte:

  • langsam

  • progressiv

  • körperwahrnehmend sein.

Warnzeichen wie Druckgefühl im Beckenboden, Schmerzen oder Schwindel sind ein Signal, das Training zu pausieren.



6. Auch die emotionale Heilung zählt

Ein Kaiserschnitt kann viele Gefühle auslösen – Erleichterung, Enttäuschung, Dankbarkeit, Trauer oder Überforderung.

Alles darf da sein.Hol dir Unterstützung, wenn du merkst, dass dich das Erlebte belastet.

 
 
 

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